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"gejagt und vergöttlicht "                      
... das Tier in alten Ägypten

Die Tierdarstellungen - von monumentalen Statuen aus den Göttertempeln bis zum winzigen Amulett aus Privatbesitz - zählen zu den reizvollsten Themen der ägyptischen Kunst. 222 der schönsten Tierbilder in Relief und Rundplastik aus den ägyptischen Museem München und Berlin sind jetzt in Seefeld zu bewundern.

 

Termingerecht zum Osterfest wurde im Zweigmuseum des Staatlichen Museums Ägyptische Kunst, Schloss Seefeld, die Ausstellung "gejagt und vergöttlicht - das Tier im alten Ägypten" eröffnet.

Die thematisch gegliederte Ausstellung führt den Besucher zunächst durch die wichtigsten Vegetationszonen Ägyptens, das Papyrusdickicht am Ufer des Nils und die Wüstengebiete, die das schmale Fruchtland begrenzen. Hier finden sich Fische, Vögel, Nilpferde.

Anschließend - in der Wüste - treffen wir Steinbock und Antilope, gejagt von Windhunden und auch den gefürchteten Löwen. Besonders reizvoll ist die einzige Darstellung eines Stacheischweines auf einem Relief des Alten Reiches (um 2300 v. Chr.).

Der folgende Raum ist dem Tier im Alltagsleben gewidmet: dem Nutz- und Haustier. Zu letzteren zählt neben Katze und Hund auch die Meerkatze. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das hölzerne Modell einer Kuhherde aus dem Mittleren Reich (um 2000 v. Chr.), ein weltweit einmaliges Ensemble. Weitere Nutztiere waren Schafe und Esel, wohingegen das Pferd erst spät ins Niltal kam und nicht zum Reiten benutzt wurde, sondern vor den leichten Wagen gespannt wurde. Gänse und Enten bevölkerten den Geflügelhof.

Weltweit einmalig ist die Zusammenstellung der tierischen Plastik. Hier sind die ältesten ägyptischen Tierdarstellungen vereint. Zu ihnen gehört an erster Stelle ein Falke, der in seiner Form ganz reduziert ist. Eindrucksvoll ist auch der hockende Pavian, der Namer zuweisbar ist. Wie der eine das Leittier seiner Herde, ist der andere König unter Menschen. Schön ist der Löwe mit fletschendem Maul, der älteste Löwentyp. Die Kröte steht für den Beginn des Lebens, denn auch sie kommt aus dem Ursumpf. Zu nennen wären noch die großen Säugetiere, v.a. die Elefanten, die wir heute in Ägypten vermissen, und zwei Frösche aus kostbarem Bergkristall.

Vielfältig sind die Beziehungen zwischen König und Tier: In seinen Titeln übernimmt er als "Starker Stier" oder "Gold-Falke" (Horus) die wichtigsten Eigenschaften bestimmter Tiere. Auch mit dem mächtigen Löwen wird er häufig gleichgesetzt, der in der Ausstellung mit einer prächtigen Skulptur aus einem Tempel der Pyramidenzeit (um 2400 v. Chr.) vertreten ist.

Der letzte Raum schließlich ist dem Thema Tier und Religion gewidmet. Götter wie Bes oder Anubis, die Göttin Bastet und der Gott Sobek treten in Tiergestalt oder als Mischwesen in Erscheinung. Mumien von Tiere wurden oft aufwendig dekoriert, wie z.B. die Stuckmaske eines Krokodils, und aufwendig bestattet in bemalten Särgen oder Särgen in Holz oder Bronze mit rundplastischer Darstellung des jeweiligen Tieres.

Der Gang durch die Tierwelt Altägyptens ist auch ein Gang durch die Kulturgeschichte von mehr als drei Jahrtausenden (3000 v. Chr. - ca. 200 n. Chr.) und bietet neben dem Blick aufs Alltagsleben auch einen Einblick in die religiösen Praktiken des Götter- und Totenkultes.

Die Ausstellung ist vom 8.4 - 25.11.2001,
Di - So 10-17 Uhr zu sehen. Montags ist das Museum geschlossen. Führungen für Schulklassen und Gruppen sind auf Anfrage möglich.
Im 2. Stock ist die im vergangenen Jahr eröffnete Ausstellung zu den Kulturen des antiken Sudan zu sehen: "Nubien - Goldland der Pharaonen"
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Fotos: Barbara Schirpke

   
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